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Review: Jenny LeClue: Detectivu im Test

Jenny LeClou Detectivu Review von Unaltered Magazine

Ursprünglich als Kickstarter-Kampagne begonnen, durften wir nun endlich Jenny LeClue auf der Switch begrüßen. Wer sich für Detektiv-Geschichten mit dem besonderen Flair begeistern kann, sollte unbedingt weiterlesen.

Detectivu LeClue

Jenny LeClue: jung, brilliant und charismatisch  – die Hauptfigur dieser Geschichte. Mit Leib und Seele ist sie Detektivin und führt ein ruhiges und beschauliches Leben – für ihren Geschmack sogar ein bisschen zu beschaulich –  in dem kleinen Städtchen Arthurton. Das größte Problem: Das Städtchen ist einfach nur … verschlafen und die wenigen Fälle, welche es zu lösen gibt, sind entlaufene Katzen oder verschwundene Brillen.

Doch sehr bald muss Jenny feststellen, dass der Schein trügt, und schneller, als es ihr lieb ist, stellt sich ihr ganzes Leben auf den Kopf: Ihre Mutter wird des Mordes verdächtigt. Also kommt es, wie es kommen muss, und niemand anderer als Jenny LeClue macht sich daran, den Fall zu lösen und den Namen ihrer Mutter reinzuwaschen. Und so verbringt ihr im Spiel die nächsten Stunden damit, mit viel Gewieftheit und noch mehr Charisma, den wahren Mörder zu finden.

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Die Story in einer Story

Arthur K. Finkelstein, der Erfinder und Schreiber der Jenny LeClue Geschichten, erscheint von Zeit zu Zeit in der Erzählung, verzweifelt hin und her gerissen: Sollten seine Geschichten nicht düsterer und gefährlicher werden, so droht ihm der Verlag die Kündigung.

Ansonsten steuert man Jenny LeClue und bewegt sich in ihren Fußstapfen von Ort zu Ort, während es allerhand zu entdecken gibt. So untersuchen wir beispielsweise Personen, denen wir begegnen, oder gar spezielle Schauplätze. Dabei kann es passieren, dass man in eine Untersuchungsphase gerät. Dies bedeutet, wir müssen uns ganz genau umsehen und Hinweise finden. Ansonsten gibt es hin und wieder auch kleinere Puzzles, welche aber alle insgesamt nicht allzu schwer zu lösen sind.

Während des ganzen Spiels steht Jenny ihr Notizbuch zur Verfügung. Damit lässt sich so manches anstellen: Beispielsweise verschönern wir es mit gefundenen Stickern oder bewundern darin gesammelte Postkarten. Diese sind in der ganzen Welt verteilt und warten nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Ansonsten darf man auch noch den Blick auf die Karte werfen, Notizen zu den einzelnen Fällen nachlesen und – ganz wichtig – jede bewusste Entscheidung, welche getroffen wurde, noch mal Revue passieren lassen.

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Der Grafikstil ist wunderschön anzusehen und erinnert an Spiele wie Night in the Woods, bloß mit Comic-Look. Die Umgebungen und Charaktere wirken alle sehr liebevoll gestaltet und auch die Emotionen kommen sehr deutlich zur Geltung. Die Charaktere sind aber nicht nur grafisch schön anzusehen, alle haben auch gewisse Macken und Eigenheiten – wie im wahren Leben –, sodass einem so gut wie jeder Charakter im Gedächtnis bleibt.

Auch das Voice Acting ist sehr ansprechend und passend zu jeder Figur. Man bekommt das Gefühl, dass die Sprecher wirklich mit Bedacht ausgewählt wurde. Der Soundtrack untermalt die Stimmung schlussendlich ebenfalls gekonnt.

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Wie gemacht für die Switch

Ich liebe Detektiv-Geschichten und ich liebe Adventures. Beides zusammengepackt auf der Switch klingt demnach nach dem perfekten Spiel für mich – und so war es auch bei Jenny LeClou. Der Titel konnte mich sofort fesseln und hat unglaublich Spaß gemacht. In Sachen Story merkt man die Liebe zum Detail und die Freude der Entwickler, Geschichten zu erzählen. Auch die Grafik gefiel mir mit ihrem niedlichen Comic-Look sehr gut und unterstrich, wie auch das gelungene Voice Acting und der schöne Soundtrack, perfekt die Stimmung. Demnach gibt es von mir eine eindeutige Empfehlung. Bloß eine kleine Warnung: Wer Wert auf wirklich schwierige Rätsel oder Herausforderungen legt, wird diese hier nicht finden.

8.3
Grafik:
9
Sound:
8
Steuerung:
8
Story:
8
Jenny LeClue: Detectivu

Jenny LeClue: Detectivu

System: PC, PS4, Xbox One, Switch
Getestet auf: Switch
Genre: Adventure
Entwickler / Publisher: Mografi
Erscheinungsdatum: 26. August 2020 (Switch)

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