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Review: OkunoKA Madness im Test

OkunoKA Madness im Test - Review von Unaltered Magazine

Lust auf einen entspannten Plattformer für zwischendurch? Dann solltet ihr einen weiten Bogen um OkunoKA Madness machen. Denn hinter der knuddeligen Optik verbirgt sich ein Geschicklichkeitstest, der sich gewaschen hat und mit speziellem Augenmerk auf die Speedrunner-Community entwickelt wurde. Von „entspannt“ keine Rede …

OkunoKA Madness ist eine Weiterentwicklung des 2018 für die Switch erschienenen OkunoKA und wird auf jeder der aktuellen Konsolen veröffentlicht. Besitzer des Originals können sich die neuen Inhalte (mehr Levels, Bosse und Extras) als kostenloses Update ziehen und werden somit nicht zwei Mal zur Kasse gebeten. Das Spielprinzip ist gleichgeblieben: Als die kleine blaue Kreatur KA hüpft, rennt und klettert ihr durch über 100 Levels, um Seelen zu befreien und eure Todfeinde, die sogenannten Os, zurückzuschlagen. Nein, für die Story wird niemand OkunoKA Madness spielen, aber das hat dem Erfolg eines gewissen springfreudigen Klempners ja auch keinen Abbruch getan. Der Fokus liegt eindeutig auf dem Gameplay.

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Von der Kunst, im richtigen Maße zu frustrieren

Könnt ihr euch an das vor zehn Jahren erschienene Super Meat Boy erinnern? OkunoKA Madness ist im Prinzip ein geistiger Nachfolger des Kult-Plattformers. KA kann genauso wie Meat Boy schnell rennen, weit springen und Wandsprünge durchführen. Was die beiden ebenfalls gemeinsam haben, ist ihre geringe Schadenstoleranz: Ein Treffer der mannigfaltig in den Levels auftauchenden Gefahren und es geht zurück an deren Anfang. KA ist glücklicherweise unsterblich und kann es solange versuchen, bis das Level geschafft und der nächste Hindernis-Parcours geladen ist. Und das geschieht angenehm schnell; bei einem Lebensverlust im Level kann man sogar so schnell einen neuen Versuch wagen, dass die Pixel, in die KA sich bei einem Leben verwandelt, noch im Level herumschweben. Für die Motivation wirkt das Wunder, denn lange Ladezeiten wären Gift für das Spielprinzip gewesen. Doch so ist man immer geneigt, den gemeinen Abschnitt vor einem doch nochmal anzugehen. Selbst wenn man sich vorher schon zum zehnten Mal verschätzt und Bekanntschaft mit einer Dornenranke gemacht hat. Nur an die Steuerung muss man sich gewöhnen, denn KA schlittert dank seiner Geschwindigkeit manchmal über die Plattformen, als wären sie vereist.

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OkunoKA Madness siebt direkt mit den ersten Levels diejenigen aus, die eine zu niedrige Frustresistenz für diesen Titel haben. Schnell hat man begriffen, dass die wunderschöne Knuddeloptik und die fröhliche Musik nur dazu dienen, den Spieler in Sicherheit zu wiegen. Es ist eine sehr interessante Mischung, wenn KA selig lächelnd zum x-ten Mal in den Tod rennt und man am Pad nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Dieses Spiel wurde vor allem für Speedrunner entwickelt, und die werden die Herausforderung dankbar annehmen. Doch auch sie werden hart trainieren müssen, um die späteren Welten zu erreichen. Wer also seine Erfüllung nicht im Auswendiglernen von Levels und Jagen nach Bestzeiten sieht, sollte OkunoKA Madness mit Vorsicht probieren; alle anderen können sich auf lange Stunden des Trainings und die speziell dafür entwickelten Speedrun-Modi freuen.

Bunt, kreativ, herausfordernd

OkunoKA Madness macht nichts falsch. Die Levels sind abwechslungsreich und durch freispielbare neue Fähigkeiten und Charaktere macht die zuweilen recht frustrierende Hüpferei dennoch genug Spaß, um weiterkommen zu wollen. Das sofortige Respawnen trägt seinen Teil dazu bei und kann nicht hoch genug bewertet werden. Ich zähle zwar zu jenen, die OkunoKA Madness schnell aussortiert hat, aber die Qualitäten sind unverkennbar. Vielleicht werde ich ja auch nur alt und habe nicht mehr die Reflexe für so ein Spiel. Von daher freue ich mich lieber auf die nächsten AGDQs, wo OkunoKA Madness sicher auftauchen wird. Ich spiele bis dahin erstmal wieder etwas Entspannendes: Demon Souls oder die Mega Man Teile auf dem NES, zum Beispiel.

8
Grafik:
9
Sound:
7
Steuerung:
8
OkunoKA Madness

OkunoKA Madness

Systeme: Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One, PC
Getestet auf: PS4
Genre: Plattformer
Entwickler / Publisher: Caracal Games / Ignition Publishing
Erscheinungsdatum: 25. August 2020

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