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Review: The Dungeon of Naheulbeuk: The Amulet of Chaos im Test

The Dugeon of Naheulbeuk im Test - Review von Unaltered Magazine

In The Dungeon of Naheulbeuk schließt sich eine Gruppe aus Abenteurern zusammen, angeheuert von einem mysteriösen Magier. Sie sollen das gleichnamige Verlies betreten und die 12. Statue der Gladeulfeurha wiederbeschaffen. Klingt ja erstmal gar nicht so schwer, doch schnell müssen die tapferen Abenteurer erkennen, dass in diesem Dungeon merkwürdige Dinge passieren. Nichtsdestotrotz stürzt sich die Gruppe in das waghalsige Abenteuer …

Die Chaostruppe

Wie ihr vielleicht schon geahnt habt, navigiert ihr in The Dungeon of Naheulbeuk die vorhin genannte Gruppe aus buntgemischter Gesellen durch den titelgebenden Dungeon. Nicht sonderlich überraschend, jedoch macht es überraschend viel Spaß. Unter den Gruppenmitgliedern finden wir alle typischen Charaktere und Rassen, welche RPGs so hergeben – von einer Elfe bis hin zu einem Ork und von einem Dieb bis hin zu einer Paladine oder Heilerin ist für jeden ist etwas dabei. Der Clou dabei: Im Spiel werden alle möglichen Klischees auf die Schippe genommen und Humor großgeschrieben.

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Während ihr also eure Truppe so durch den Dungeon lotst – für die Hauptquest –, gibt es öfter auch mal kleinere Nebenquests. Großer Bestandteil des Spiels, ganz im Sinne eines Taktik-RPGs, sind natürlich die Kämpfe. Diese laufen rundenbasiert ab: Ihr habt eine begrenzte Reichweite, in der ihr euch bewegen könnt. Dabei ist es besonders wichtig und essentiell, sich so gut zu positionieren wie nur möglich; es reicht also beispielsweise nicht aus, einfach nur Deckung zu suchen, sondern ihr könnt (und müsst) auch bestimmen, in welche Richtung eurer Kämpfer schauen / sich drehen soll. Ebenso besonnen müsst ihr vorgehen, wenn ihr einen Gegner angreifen wollt. Habt ihr die perfekte Position gefunden, so habt ihr – je nach Kämpfer – verschiedene Möglichkeiten: Nahangriff, Fernangriff oder gar ein Zauberspruch? Habt ihr einen wirklich schwierigen Gegner vor euch, so solltet ihr zudem auch eure Spezialfähigkeiten in Betracht ziehen. Und apropos Spezialfähigkeiten: Für jeden Charakter gibt es einen eigenen Skill-Tree, in dem ihr pro Levelaufstieg je einen Punkt für eure aktiven sowie passiven Fähigkeiten vergeben dürft.

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Wie herausfordernd darf’s denn sein?

Was noch erwähnt werden sollte: In The Dungeon of Naheulbeuk könnt ihr zu Beginn einen aus vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden auswählen – und dies solltet ihr mit Bedacht tun, da die Kämpfe dementsprechend (sehr) herausfordernd sein können. Dazu noch eine Empfehlung meinerseits: Das Spiel unterstützt zwar automatisches Speichern, tut dies allerdings oft an den blödesten Stellen. Vergesst also nicht darauf, auch regelmäßig manuell zu speichern (außer ihr liebt die Gefahr…).

Die Steuerung des Titels bedarf kaum Eingewöhnungszeit. Sie präsentiert sich sehr intuitiv und geht bereits nach den ersten Kämpfen fix von der Hand.

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Auch die audiovisuelle Präsentation von The Dungeon of Naheulbeuk kann sich sehen lassen: Die Erzählungen sind nahezu alle vertont und vor allem die englische Sprachausgabe gefiel mir sehr gut, da sie deutlich natürlicher und weniger steif wirkte als die deutsche Lokalisierung. Die Sound-Effekte fielen ebenfalls positiv auf und sorgten, gemeinsam mit der hübschen Hintergrundmusik, ebenfalls für reichlich positive Stimmung.

Grafik zeigt sich der Titel im 3D-Comic-Look mit vielen Details und – ganz wichtig: Alles läuft flüssig. Auch die Gestaltung der Charaktere ist ansprechend, wenngleich sich hier absichtlich der gängigen Klischees bedient wurde. Im Kontext des Spiels ist dies jedoch sehr wohl positiv zu bewerten. So ist etwa die Elfe sehr filigran und niedlich gehalten, während der Oger grün und dümmlich erscheint. Kopfbedeckungen, welche als Rüstungsteil zählen, sind nicht selten Kochtöpfe oder gar ein Sieb, um den Humor auch visuell zu unterstreichen. Und abschließend auch noch gut zu wissen: Die Kamera ist frei dreh- und zoombar, um Frust zu vermeiden.

Mit Taktik und Humor durch den Dungeon!

The Dungeon of… Nah… Nahu… Nadingens. Auch wenn ich mir den Namen partout nicht merken kann, vergessen werde ich dieses Spiel bestimmt nicht. Die Steuerung geht leicht von der Hand, die Charaktere sind amüsant und die Vertonung gefiel mir im Englischen wirklich sehr gut. Es hat einfach Spaß gemacht, das Taktik-RPG aus Frankreich zu spielen, das sich in meinen Augen wie eine schöne Mischung aus X-COM und Torchlight präsentiert. Wer Fantasy, schrägen Humor und taktisches Gameplay liebt, sollte auf jeden Fall zugreifen.

7.8
Grafik:
8
Steuerung:
7
Sound:
8
Story:
8
The Dungeon of Naheulbeuk: The Amulet of Chaos

The Dungeon of Naheulbeuk: The Amulet of Chaos

System: PC
Getestet auf: PC Intel Core i5-8600K, 16GB RAM, GeForce GTX 1060
Genre: Taktik-RPG
Entwickler / Publisher: Artefacts Studio / Dear Villagers
Erscheinungsdatum: 17. September 2020

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