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Review: Batman – Die Rückkehr des Dunklen Ritters (Band 2)

Im zweiten Band der legendären Comic-Reihe von Frank Miller wird es für den gealterten Batman ernst. Während er gegen eine kriminelle Gang vorgeht und dabei einen neuen Sidekick bekommt, taucht ein alter Feind aus der Versenkung auf und das Auge der Öffentlichkeit ruht auf ihm.

Der zweite Band von Die Rückkehr des Dunklen Ritters macht genau dort weiter, wo der erste aufgehört hat. Der Zeichenstil ist nach wie vor gleichermaßen gewöhnungsbedürftig wie einzigartig. Durch die eigenwillige Anordnung der Panels und den häufigen Verzicht auf Hintergründe oder Farben wirkt auch dieses Comic bisweilen sogar abstrakt. Hinzu kommt das besondere Format der DC Black Label Ausgaben, welches diese besondere Atmosphäre besonders zur Geltung kommen lässt. In Kombination mit dem Hardcover-Einband ergibt dies einen wertigen Eindruck. Auch thematisch bleibt Die Rückkehr des Dunklen Ritters 2 seinem Vorgänger treu. Batmans Rückkehr und wie diese in der Öffentlichkeit diskutiert wird, wirken heute noch genauso aktuell wie bei der Erstveröffentlichung in den 80ern. Stichwort: Fake News und Panikmache!

Krieg in Gotham

Nachdem er Two-Face im letzten Band überwunden hat, richtet Bruce Wayne sein Augenmerk auf die Mutanten-Bande. Diese Gang terrorisiert die Straßen „seiner“ Stadt mit äußerster Brutalität, was auch Batman zu immer härteren Methoden zwingt. Seinem Kodex, nicht zu töten, bleibt er zwar treu, aber dennoch gerät er bald ins Visier der Medien. Einige sehen im zurückgekehrten Dunklen Ritter die Erlösung für Gotham, während andere ihn bald als den indirekten Verursacher vieler Verbrechen ausmachen. Die Diskussion erreicht schließlich sogar das Weiße Haus, wo Präsident Reagan (wir sind hier schließlich in den 80ern) einen gewissen Einwohner Smallvilles darauf ansetzt, ein Auge auf den alten Freund zu haben. Bruce Wayne selbst interessiert sich dafür aber herzlich wenig, er will nur Gotham von den Mutanten befreien. Unterstützung erhält er dabei von unerwarteter Seite, denn seine Rückkehr hat die junge Carrie Kelley dazu inspiriert, zum ersten weiblichen Robin zu werden. Doch die Mutanten-Gang erweist sich als harter Gegner, der Batman einen blutigen Kampf liefert. Währenddessen nutzt ein im Arkham Asylum beschäftigter Psychologe die Diskussion in den Medien geschickt dazu, um einen seiner Patienten als Opfer der Umstände darzustellen – den Joker.

Düster, brutal, einflussreich

Die Rückkehr des Dunklen Ritters 2 erntet die ersten Früchte davon, was der erste Band gesät hat. Die Welt und die Charaktere sind etabliert und große Dinge werden vorbereitet. Deswegen gefällt mir Band 2 auch besser, selbst wenn ich nach wie vor mit den Zeichnungen meine Probleme habe. Ich gestehe Frank Miller aber zu, dass man seinen Stil sofort wiedererkennt. Das ist ja auch viel wert. Pflicht für Batman-Fans ist diese Reihe ohnehin. Wer sie noch nicht kennt, der dürfte überrascht sein, wie viel man aus später erschienenen Comics, Filmen, Spielen etc. wiedererkennt.

8
Comicbewertung:
8
Batman - Die Rückkehr des Dunklen Ritters Band 2

Batman - Die Rückkehr des Dunklen Ritters Band 2

Autor: Frank Miller
Zeichner: Frank Miller, Klaus Johnson
Farben: Lynn Varley
Verlag: Panini Comics
Genre: Superhelden
Seiten:
60
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2020

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