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Review: Sackboy: A Big Adventure im Test

Sackboy A Big Adventure im Test - Review von Unaltered Magazine

Denkt man an die ikonischen Videospielhelden der letzten Jahre und Jahrzehnte zurück, dann ist uns darunter kaum einer so unglaublich niedlich in Erinnerung geblieben wie Sackboy. Schon seit seinem Debüt in Little Big Adventure auf der PS3 verzaubert er uns mit seinen kreativen Abenteuern und einfallsreichen Kostümen – und nun darf er sich sogar in seinem ersten 3D-Plattformer austoben. Auf in die Imagisphere!

Chaos in Craftworld

Alles beginnt so friedlich: Sackboy und die anderen textilen Bewohner des Planeten Craftworld leben fröhlich ihre kreativen Leben und erfreuen sich am schönen Wetter im Städtchen Loom. Doch dann taucht Oberschurke Vex auf und sorgt für Unruhe: Fix entführt er Sackboys Freunde und will die farbenfrohe, glückliche Galaxie der Imagisphere mit seinem Topsy Turner in eine wahr Höllenlandschaft umwandeln. Bleibt also nur eines zu tun: Ihn zu stoppen.

Wer frühere Abenteuer Sackboys kennt, wird spätestens hier überrascht, denn anders als die Serienvorgänger ist A Big Adventure ein waschechter 3D-Plattformer, der dennoch stark auf den kreativen Aspekt der Serie baut. So lauft und springt ihr nicht nur durch die Levels, sondern müsst auch einfallsreich mit eurer Umgebung interagieren, um auch die letzten versteckten Geheimnisse der einzelnen Stages zu lüften alle Dream Orbs darin zu sammeln – der Schlüssel zu neuen Bereichen auf der Weltenkarte.

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Die Levels selbst präsentieren sich im für die Serie bekannten süß-bunten Look, mit jeder Menge beweglichen Papp-Figuren, niedlichen Gebilden aus Alltagsgegenständen und spannenden Apparaten, die es zu bedienen gilt. So schwebt ihr etwa mittels Controllerkippen auf einer frei beweglichen Plattform durch den Raum, nutzt einen Enterhaken, um durch die Gegend zu schwingen oder lasst euch von Kork-Raketen auf sonst unerreichbare Podeste und mehr schießen.

Auch die Gegner wollen kreativ ausgeschaltet werden: Während die meisten von ihnen per Sprung auf den Kopf oder mittels ausgeteiltem Schlag unschädlich gemacht werden können, verlangen euch andere etwas mehr Einfallsreichtum ab, indem ihr sie etwa mittels Greif-und-zieh-Funktion zerpflückt, per Sturzflug dazu bringt, euch in die Luft zu bugsieren, oder sie mittels Boomerang-Gadget aus dem Verkehr zieht.

Auf Reisen mit einem Freund – oder drei

Bei der Little Big Planet-Reihe dreht sich seit jeher alles um den Community-Aspekt, und während Elemente wie der Leveleditor zum Erstellen und Teilen neuer Herausforderungen in Sackboy: A Big Adventure nicht mehr verfügbar sind, dürft ihr die 3D-Levels dafür nun allesamt mit bis zu drei Freunden bestreiten; einige Levels sind sogar gleich nur mit Freunden spielbar. Aktuell funktioniert das nur offline im Couch-Koop, die Online-Multiplayer-Funktion soll jedoch in Kürze per Patch nachgereicht werden.

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Was positiv auffällt, ist, dass die Levels eindeutig schon mit Multiplayer im Hinterkopf designt wurden, sodass ihr auch beim Spielen mit Freunden allesamt jede Menge zu tun habt: Oft spalten sich Pfade auf, verlaufen gespannte Seile parallel oder wollen mehrere Wege erkundet werden – was alles auch alleine möglich ist, jedoch nur mit einer gewissen Portion hin und her Laufen, während ihr euch mit Freunden absprechen könnt, um alles in einem einzigen Durchlauf zu ergattern. Und das solltet ihr bei Gelegenheit auch tun, denn die so gesammelten Orbs und Collectibells verhelfen euch zu Belohnungen bzw. können in Zom Zoms Laden gegen die ikonischen Kostüme der Sacklings eingetauscht werden.

Auch davon gibt es diesmal wieder jede Menge – von ganzen Sets wie einem tentakelbärtigen Piraten, Rotkäppchen (oder -säckchen) oder einem eindrucksvollen asiatischen Samurai-Dämon bis hin zu aus Vorspielen bekannten Einzelteilen wie einer Ninja-Maske oder schicken Hüten. Die einzelnen Kleidungsstücke dürft ihr dabei nach Lust und Laune kombinieren und so beispielsweise Yeti-Frisur mit Punk-Klamotten rocken.

Sir Sackboy

Neben den Story-Levels, die ihr – wie vorhin schon angesprochen – mittels gesammelten Dream Orbs freischaltet, darf sich Sackboy im Laufe des Geschehens auch zum Ritter schlagen lassen: In speziellen Herausforderungen gilt es, möglichst schnell durch diverse Parcours zu flitzen, um euch Bronze-, Silber- oder Gold-Ratings zu holen. Habt ihr alle Ritter-Herausforderungen gemeistert, wartet noch eine abschließende Challenge auf euch und schon seid ihr einer der legendären Knitted Knights!

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Auch in den regulären Levels gilt es, so manches Extra zu finden – von weiteren Kostümteilen über spezielle Siegel bis hin zu einer unterschiedlichen Anzahl an Dream Orbs. Während ihr euch dabei relativ einfach durch die Hauptstory hüpfen und kämpfen könnt – ihr benötigt nur einen Bruchteil der auffindbaren Dream Orbs, um weiterzukommen –, ist das tatsächliche Komplettieren der Levels schon kniffliger. Unglücklicherweise nicht nur deshalb, weil die Rätsel an sich teils spannend und geheime Pfade angenehm gut versteckt sind, sondern auch deshalb, weil die Steuerung nicht immer ganz so präzise reagiert, wie man sich das für ein Spiel dieser Art wünschen würde. Die Checkpoints in den Levels sind jedoch häufig und gut verteilt, sodass der Frustlevel sich hier dennoch sehr in Grenzen hält. Und wer das „keine Tode“-Siegel in jedem einzelnen Level erspielen möchte, hat die Kniffe der meisten Problemstellen auch innerhalb weniger Versuche draußen.

Eines der Highlights von Sackboy: A Big Adventure ist neben den niedlichen, kreativ gestalteten Levels und dem abwechslungsreichen Gameplay auch die Präsentation des Spiels. Die Grafik sieht auf PS4 fantastisch aus, legt auf PS5 aber sogar noch mal einen drauf, während auch der Soundtrack die Atmosphäre gehörig boostet. Zu den Tracks zählt dabei eine ganze Reihe an Feel-Good-Songs, von originalen Melodien mit starkem EDM-Einfluss bis hin zu Remixes bekannter Stücke wie Let’s Dance von David Bowie oder Toxic von Britney Spears, und einige der Levels sind sogar rund um ihren jeweiligen Soundtrack herum aufgebaut. Als Beispiel sei hier eine Stage genannt, in der sich alles zum Klang von Uptown Funk von Mark Ronson abspielt.

Ein Spiel voll guter Laune

Dass Sackboy und seine Welt unfassbar niedlich sind und uns schon beim Hinschauen ein Lächeln ins Gesichter zaubern können, ist nichts Neues, aber auch das Gameplay seines jüngsten Abenteuers sorgt für heitere Stimmung. Der Sprung zum 3D-Plattformer ist trotz kleinerer Hacker in Sachen Steuerung fantastisch gelungen, die einzelnen Stages sind abwechslungs- und einfallsreich gestaltet und der durchwegs verfügbare Multiplayer für bis zu vier Freunde hebt alles noch einen weiteren Spielspaß-Level nach oben. Die Präsentation begeistert ebenfalls auf voller Länge, sowohl in Sachen zuckersüßem Craftworld-Design und der Grafik-Qualität selbst wie auch durch den stimmungsvollen Soundtrack, der euch während des Springens und Schwingens durch die Levels gelegentlich auch dazu motiviert, die Hüften (oder zumindest den Controller) im Takt der Melodien zu schwingen. Ich hatte riesigen Spaß beim Erkunden und Retten der Imagisphere und freue mich drauf, den Titel künftig auch mit Freunden im Online-Multiplayer zu zocken.

8.3
Grafik:
9
Sound:
9
Steuerung:
7
Story:
8
Sackboy: A Big Adventure

Sackboy: A Big Adventure

Systeme: PS4, PS5
Getestet auf: PS4 Pro, PS5
Genre: 3D-Platformer, Abenteuer
Entwickler / Publisher: Sumo Digital / Sony
Erscheinungsdatum: 12. November 2020

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