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Hands-on: Ultimate ADOM: Cavern of Chaos im Early-Access

Ultimate ADOM Cavern of Chaos - Review von Unaltered Magazine screenshot 1

Volle 27 Jahre ist es her, dass der deutsche Entwickler Thomas Biskup sein Spiel Ancient Domains of Mystery oder kurz ADOM veröffentlichte. Seit damals erfreut sich der ursprünglich in ASCII-Zeichen dargestellte Dungeon Crawler nicht nur regelmäßiger, aufgemotzter Re-Releases, sondern auch einer äußerst treuen Fanbase, die ihren Hunger auf mehr ADOM auch immer wieder in erfolgreich finanzierten Kickstarter-Kampagnen beweist. Der Nachfrage folgend, haben sich Biskup und Assemble Entertainment nun also zusammengetan, um endlich eine Fortsetzung des Originals zu entwickeln: Auftritt Ultimate ADOM: Cavern of Chaos, das wir uns bereits im Early Access auf Steam anschauen durften.

Die Risse der Welt

Wir befinden uns in Ancardia, einer Welt, deren Völker für Äonen friedlich miteinander koexistierten, bevor das Chaos über sie hereinbrach sie dem Bösen verfiel. Nur ein unbekannter Held wagte es, sich Andor Dracon, dem Herren des Chaos entgegenzustellen, doch die Begegnung endete anders, als erhofft: Die freigewordene Energie des Aufeinandertreffens der beiden zerriss Ancardia und die dadurch entstandenen Dimensionsportale, die das Land nun übersähen, machten sie einem Gefängnis gleich. Hier beginnt unsere Geschichte, tief in den Bergen, vor dem Eingang in die Höhlen des Chaos – und da sich Ultimate ADOM aktuell noch im Early Access befindet, ist das bislang auch schon alles, das wir zur Story, die wir mit unserem tapferen Helden erleben dürfen, wissen.

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Mann, Frau, Tentakelwesen?

Was wäre ein ordentliches Rollenspiel ohne einen selbst erstellten Charakter? Hier bietet Ultimate ADOM gleich eine ganze Menge an Optionen, um euren Recken zu personalisieren und ihm digitales Leben einzuhauchen. Als erstes wählt ihr zwischen einer der sieben Fraktionen. Manche haben sich dabei vor allem der Magie verschrieben oder sind der Ordnung zugetan, aber auch die Mächte des Chaos und Bösen sind vertreten, während wieder andere vorzugsweise den Mittelweg wählen. Für Unentschlossene gibt es zudem die Möglichkeit, als undefinierter Charakter gleich gar keiner Fraktion anzugehören.

Weiter geht es mit eurer Physis. Wählt ihr das Geschlecht eures Charakters, stehen dabei nicht bloß Mann und Frau zur Auswahl, sondern ein paar spannende Optionen wie kastriert oder mit Tentakeln versehen. Natürlich fehlt auch noch die Auswahl der Rasse und hier hat man sich sehr auf die klassischen Stereotypen festgelegt: Es gibt Hochelfen, Menschen, Bergzwerge und Rattenmenschen – kurz alles, was Interesse daran haben könnte, Höhlen in Bergen zu erforschen. Die nächste Wahl, die man in der Charakter-Erstellung zu treffen hat, ist jene der Klasse. Auch hier findet ihr wenig Überraschendes, denn zur Auswahl stehen Abenteurer, Bogenschütze, Kämpfer, Priester oder Zauberer. Zu guter Letzt dürfen wir dann noch Fähigkeitspunkte verteilen, um den Charakter wirklich einzigartig zu machen. Es gibt insgesamt fünfundzwanzig Skill-Trees die von euch befüllt werden wollen. Wem das zu aufwändig ist oder wer fürchtet, eine falsche Entscheidung zu treffen, der darf aber auch auf einen von vier vorerstellten Charakteren zurückgreifen, die auch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade mit sich bringen.

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Bobbleheads in Zufalls-Dungeons

Im Laufe der Evolution der ADOM-Reihe haben sich die Entwickler von der Retro-ASCII-Romantik verabschiedet und stattdessen einen gezeichneten Stil adaptiert, der auch bei Ultimate ADOM zum Einsatz kommt. Ein wenig eigenwillig ist dieser Stil dann aber doch, und so ist zwar alles liebevoll gestaltetet und auch sehr hoch aufgelöst, doch wo die Umgebung und Einrichtungen der Höhlen noch wunderbar stimmig sind, bekommen die Charaktere und Feinde durch ihren Bobblehead-Look einen seltsamen Beigeschmack.

Ein Feature, das indessen schon seit dem ursprünglichen Spiel besteht, ist die zufällige Generierung eines jeden Höhlenabschnitts, wodurch schier nie enden wollender Spielspaß beim Durchforsten der unzähligen Räume voller Gegner, Schätze und Geheimnisse garantiert ist. Steuern dürft ihr euren Helden dabei übrigens nach Belieben mittels Tastatur, Maus oder Controller. Die Kontrolle per Maus oder Tastatur ist bereits sehr gut umgesetzt und intuitive, beim Spielen mit Controller verhält es sich aktuell leider noch nicht so gut; hier bedarf es noch einiger Optimierung.

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Eine gute Basis

Bei all der Euphorie, die einem das Spiel im ersten Moment liefert, bleibt man aktuell jedoch nach kurzer Zeit leider noch etwas ernüchtert zurück, was schlicht daran liegt, dass sich Ultimate ADOM noch in einer sehr frühen Version des Early Access befindet und es dadurch eine Menge Features darin gibt, die noch keinen Einfluss auf das eigentliche Spielgeschehen haben. So kann man sich etwa bereits vom Chaos durch entsprechende Energie in den Höhlen verderben lassen, doch Auswirkungen hat dies (bislang) keine. Es gibt im Moment auch kein wirkliches Ziel; indessen spielt man einfach, solange man will oder bis man stirbt, um dann eine Auswertung der eigenen Leistungen inklusive Highscore zu erhalten, wodurch man gegen sich selbst in den Wettstreit treten kann. Später soll es dann permanente Tode geben, nachfolgende Charaktere von eurem bisherigen Fortschritt jedoch profitieren. Trotz all der derzeit noch fehlenden Funktionen, stimmt der Early Access von Ultimate ADOM allerdings bereits sehr zuversichtlich und wir hoffen, dass der Titel bis zum offiziellen Release noch sein volles Potenzial entfalten wird.

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